5 Gründe warum du deine Facebook Fanpage ruinieren wirst

Im dritten und letzten Teil der Serie “Die größten Fehler die du bei Facebook machen kannst” erfährst du, warum es keinen Sinn macht Facebook zu hassen.

Wolltest du schon immer mal in kürzester Zeit deine Facebook Fangpage zerstören?

Das geht ganz einfach. Du musst einfach das Gegenteil von dem machen, was ich in diesem Artikel empfehle.

1. Du postest überall das Gleiche und setzt auf Crosspostings

Jedes sozialen Netzwerk hat seine eigene Zielgruppe und seinen eigenen Style.

Wenn du also glaubst dass ein Inhalt, der bei Facebook gut angekommen ist, auch bei Twitter oder Instagram funktionieren wird, muss ich dich enttäuschen.

Hach, das wäre doch auch zu schön.

Es wird einem ja auch so einfach gemacht, denn du kannst ja fast jedes Netzwerk untereinander verbinden. Bei Social Media Management Tools wie Hootsuite ist die Verlockung sogar noch größer.

Der einfachste ist aber nicht immer der beste Weg. Langfristig kannst du dir so auch deinen kompletten Account auf einem Netzwerk zerstören.

Es hilft nichts: Du musst für jedes Netzwerk eine eigene Strategie entwickeln.

Dafür musst du natürlich das Netzwerk erstmal verstehen und wissen wie die Leute ticken.

Das gute bei Facebook: Hier können grundsätzlich alle Formate funktionieren (Text, Video, Bild, Link). Trotzdem empfehle ich dir, niemals Beiträge aus anderen Netzwerken ungefiltert einzuspielen.

Nehmen wir an du willst ein Tweet über Twitter absetzen und gleichzeitig deine Facebook Community füttern. Genutzte Hashtags und @Mentions werden auf Facebook wohl kaum Sinn machen.

Unterschätze außerdem niemals deine Fans. Sie erkennen sehr schnell ob dein Content einen Mehrwert hat. Missachtest du diese Regel zu oft, landest du schnell in der SPAM Ecke.

Versteh mich jetzt nicht falsch, ich finde eine gute Multi-Channel Strategie macht total Sinn. Du wirst merken, dass es viele Überschneidungen deiner Fans geben wird wenn du in den richtigen Netzwerken aktiv bist.

Was für dein Business die richtigen Netzwerke sind? Ganz einfach, die in denen deine Zielgruppe aktiv ist. That’s it.

Bei meinem Modelabel folgen mir viele Menschen bei Instagram, die auch Fans meiner Facebook Page sind. Das kann man sehr effektiv nutzen.

Wir kennen es aus dem klassischen Retargeting. Jemand der Interesse an einem Produkt gezeigt hat aber noch keine Kaufentscheidung treffen konnte, wird durch Werbebanner kurz danach genau an das Produkt erinnert.

Das kann man sogar noch auf die Spitze treiben in dem genau diesem Kunden dann ein Rabatt gewährt wird, wenn er sich doch noch für einen Kauf entscheidet.

Diese Strategie funktioniert meistens sehr gut. Bei Facebook Ads hat man hier übrigens nahezu grenzenlose Möglichkeiten.

Was bedeutet das für unsere Multi-Channel Strategie? Nehmen wir an ich möchte ein neues T-Shirt für mein Label YAHROK vermarkten.

Ich poste es auf Facebook und mein potentieller Käufer sieht das Shirt zum ersten Mal. Er findet es ganz fresh und schaut im Shop vorbei, kauft aber nicht direkt.

Die Wahrscheinlichkeit dass er von alleine noch einmal in den Shop kommt und dann doch noch kauft ist eher gering.

Hat der potentielle Kunde erst einmal deine Seite verlassen, prasseln direkt 1.000.000 neue Reize auf ihn ein. Aus dem Auge, aus dem Sinn.

Er braucht also noch einen zusätzlichen Schub. Sieht er wenig später in einem andern Kontext das Shirt auf Instagram erneut, ist es schon wahrscheinlicher dass er endlich sein geliebtes Geld rausrückt. Diese Methode funktioniert übrigens auch besonders gut mit E-Mail Marketing.

2. Du hast keinen Content Marketing Plan

Genauso wichtig wie der richtige Content ist die Regelmäßigkeit deiner Postings. Das gilt übrigens für alle sozialen Netzwerke. Du musst deine Community am leben halten.

Mache nicht den gleichen Fehler wie ich, denn ich habe eine lange Zeit nur nach Lust und Laune gepostet.

Großer Fehler. Es war jedoch gar nicht mal primär die fehlende Nachhaltigkeit die mich zum Umdenken bewegt hat.

Nachdem ich immer mehr Accounts auf Facebook und vor allem Instagram aufgebaut hatte, war ich total gestresst überhaupt etwas zu posten. Mein Arbeitsrhythmus wurde massiv gestört und die Kreativität ging gegen Null.

Ich bewundere die Leute die immer nur spontan posten. Ab einer gewissen Größe oder Zielsetzung ist das meiner Meinung nach aber nicht mehr möglich.

Ich plane meinen Content immer für einen kompletten Monat. So kann ich bestimmte Product Releases oder Kampagnen viel besser in einen Kontext bringen und mehr Wert auf Storytelling legen.

Obwohl ich nun jeden Tag etwas veröffentliche, investiere ich weniger Zeit. Durch die Bündelung der Content Planung kann ich meine Inhalte besser und effizienter erstellen.

Natürlich baue ich immer wieder spontane Beiträge ein und plane dafür andere Beiträge kurzfristig um. Der große Unterschied zu vorher: Ich stehe nicht unter Druck etwas posten zu müssen. Das hat sich positiv auf die Qualität ausgewirkt.

Da du bei Facebook die Beiträge ja auch technisch ganz einfach vorplanen kannst, brauchst du dir für den kompletten Monat keine Gedanken mehr über deine Inhalte zu machen.

Das heißt natürlich nicht dass du dich in dieser Zeit gar nicht mehr um deine Facebook Seite kümmern musst.

Was für eine astreine Überleitung zum nächsten Punkt.

3. Du kennst die Statistik deiner Facebook Fanpage nicht

Im Vergleich zu anderen Plattformen sind die Statistiken bei Facebook purer Luxus. Wer diese Möglichkeiten nicht für sich nutzt, ist selber Schuld.

Ich mein wie geil ist das denn:

  • Du kannst dir einen Überblick über die Perfomance deiner letzten Beiträge machen
  • Du kannst genau analysieren wer deine Fans sind (Alter, Geschlecht, Herkunft)
  • Du kannst andere Seiten beobachten und so ganz einfach Benchmarketing betreiben

Der wichtigste Punkt ist jedoch den Erfolg deiner Beiträge genau zu analysieen und daraus zu lernen.

Mit diesen Erkenntnissen wird es dir einfacher fallen, die Fehler aus dem nächsten Punkt nicht zu begehen.

4. Du postest die falschen Inhalte

Klingt erstmal logisch oder?

Wenn du auf das falsche Pferd setzt, wirst du verlieren. Doch wie findest du das beste Pferd im Stall?

Auch hier muss ich dich enttäuschen, den hier gibt es keine Formel. Es gibt jedoch eine einfache Antwort:

Gib deinen Fans das, was sie mögen. Du musst das Rad nicht neu erfinden.

Was ich damit meine?

Stell dir vor du hast ein Burger Restaurant. BTW, gar keine schlechte Vorstellung oder? :-)

Du hast eine neue Facebook Fanseite und testest verschiedene Beitragsarten. Nach einem gewissen Zeitraum schaust du dir die Statistik an und stellst fest, dass Bilder von Burgern mit Abstand am besten laufen.

Das freut dich natürlich. Du findest aber auch dass es auf Dauer langeweilig werden könnte.

Um mehr Abwechslung rein zu bringen postest du die verrücktesten Dinge. Dann stellst du fest dass deine Reichweite zurück gegangen ist. Du fängst also wieder an Bilder von Burgern zu posten und auf einmal läuft es wieder.

Surprise, surprise.

Der Fan entscheidet was er will und nicht du. Natürlich ist es wichtig eine gewisse Abwechslung zu haben und ich habe das in dem Beispiel bewusst auf die Spitze getrieben. Du musst natürlich auch mal mutig und innovativ sein.

Hier aber noch einmal eine kurze Erinnerung an Punkt 3: Die Statistik lügt nicht. Ziehe die richtigen Rückschlüsse. Dann kannst du nichts falsch machen.

Genauso wichtig ist es die Entwicklungen und Trends von Facebook zu beobachten. Nur so kannst du auf interne Änderungen reagieren und diese für dich nutzen.

Im Moment pusht Facebook zum Beispiel Video Beiträge extrem. Auf meinen Seiten steigere ich mit einem Video meine Reichweite um bis zu 500% im Vergleich zu anderen Beitragsarten. Also setzte ich vermehrt auf Videobeiträge.

Bitte lass dich aber auch nicht verrückt machen, denn keiner kennt deine Zielgruppe besser als du selbst. Wenn jetzt irgendein Experte sagt, dass Bilder nicht mehr gut performen und Links der neue Hit sind, musst du das für dich selber überprüfen.

5. Du igonorierst Anfragen und Nachrichten

Hand auf’s Herz: Wieviele unbeantwortet Nachrichten hast du in deinem Postfach oder in Kommentaren?

Du kannst nicht erwarten dass deine Fans mit deinen Inhalten interagieren wenn du selber auf Anfragen nicht reagierst.

Die Menschen fühlen sich nicht ernst genommen. Was denkst du wie lange sie dir dann noch treu bleiben?

Mach es dir nicht unnötig schwer. Du musst ja nicht jede 10 Minuten schauen ob eine Anfrage eingegangen ist. Reagiere einfach zeitnah und zeige deinen Fans somit deine Wertschätzung.

Fazit

Deine Facebook Fanpage ist kein Selbstläufer.

Willst du erfolgreiche sein, musst du Mühe und Zeit investieren. Es wird sich für dich lohnen und auszahlen.

Dieser Beitrag ist der letzte Teil der Serie “Die schlimmsten Fehler die du bei Facebook machen kannst”.

Hier geht es zu den anderen Teilen:

Teil 1: Warum du deine Facebook Fanpage wie ein Date behandeln solltest

Teil 2: Warum es keinen Sinn macht Facebook zu hassen

Warum es keinen Sinn macht Facebook zu hassen

Im zweiten Teil der 3-teilen Serie “Die größten Fehler die du bei Facebook machen kannst” erfährst du, warum es keinen Sinn macht Facebook zu hassen.

Leute echt, ich kann es nicht mehr hören.

Diese ewige Rumgeheule dass Facebook keinem mehr deine Beiträge anzeigt.

Der verzweifelte Appell dass die Fans doch bitte „Benachrichtigungen erhalten“ aktivieren sollen (klar, machen die auf jeden Fall…nicht).

Legendär auch der Post einer kleinen Fashion Brand die sich dafür entschuldigt so oft ein Produkt zu posten, da ja sonst niemand mehr die Beiträge sehen würde. Gekrönt von einem langem Statement dass man

„…lieber einen weiteren Support Mitarbeiter einstellt als Facebook das Geld in den Arsch zu schieben“.

Die Wahrheit ist: Bleibt man in den nächsten Jahren bei dieser Einstellung, wird man nicht nur keinen zweiten Mitarbeiter einstellen können, sondern den anderen sogar entlassen müssen.

Klingt hart, ist aber so.

Ich find das gar nicht so schlimm dass die organische Reichweite in den vergangenen Jahren massiv reduziert wurde. Bevor ihr jetzt mit Steinen auf mich werft, erkläre ich euch gerne warum.

1) Du musst die Qualität deiner Beiträge erhöhen: Content ist King!

Früher hast du vielleicht jeden Scheiss rausgehauen, hat ja trotzdem funktioniert.

Die Beschränkung der organischen Reichweite hat vor allem eine Gatekeeper Funktion (neben dem Grund dass Facebook sich aus verständlichen Gründen die Tasche voll knallen will, doch dazu später mehr).

Da Facebook in den letzten Jahren so krass gewachsen ist, würde es den User überfrachten wenn alle Beiträge ungefiltert in der Timeline angezeigt würden. Also selektiert Facebook die Beiträge für den User vor.

In der Praxis wertet der Facebook Algorithmus das Verhalten der ersten X Nutzer aus, denen dein neuer Beitrag angezeigt wird.

Interagieren deine Fans überdurchschnittlich viel mit deinem Beitrag (im Vergleich zu anderen Postings von dir), pusht Facebook deinen Beitrag weiter. Als nächstes wertet Facebook die Reaktion der nächsten X Fans aus.

Sendet auch diese Fan Gruppe ein positives Feedback, wird dein Post noch mehr Menschen angezeigt.

So ist es durchaus möglich mit guten und cleveren Beiträgen einen Großteil seiner Fans zu erreichen.

Wenn ein Beitrag dann sogar noch ein viraler Hit wird (also besonders oft geteilt wird), sind noch größere Reichweiten möglich. Das klappt natürlich nicht immer und es ist schon ein Erfolg wenn dein Beitrag besser abschneidet als dein Durchschnitt.

Bitte vergesse nicht: Du erreichst hiermit kostenlos deine Zielgruppe. Ich finde 10% + x Fans kostenlos zu erreichen immer noch besser als gar keine.

Sehe den Verlust der organischen Reichweite als Chance: Viele geben jetzt auf oder haben keine Lust besseren Content zu erstellen. Das Haifischbecken dünnt sich also aus. Hier liegen deine Chancen.

Wie du gute Beiträge erstellst, erfährst du im dritten Teil dieser Serie.

2) Du musst dich mit Facebook Ads beschäftigen

Man muss ja manchmal erst einmal auf die Schnauze fallen bevor man neue und bessere Wege geht.

So ist es bei mir mit Facebook Advertising gelaufen. Ende 2012 habe ich angefangen die Fanpage für meine eigene Fashion Brand aufzubauen. Damals war die organische Reichweite noch ganz okay und ich hatte keinen Plan von Advertising.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich meine eigene Seite und meine Produkt über andere große Facebook Seiten gepusht. Das lief auch eine Zeit lang echt sehr gut und so wuchs meine Seite zu Beginn recht schnell.

Das Problem ist nur, dass die oft jugendlichen Seiteninhaber nicht so gaaaaaaaaaanz zuverlässig waren oder die Seiten oft wegen irgendwelchen Verstößen gelöscht wurden.

Ja ich weiß, vielleicht nicht die beste Marketing Taktik.

Im Zuge der Senkung der organischen Reichweite verlor diese Art der „Promoted Posts“ zunehmend an Attraktivität. Ich musste also zwanghaft nach neuen Möglichkeiten suchen.

Heute weiß ich: Das war das Beste was mir passieren konnte.

Facebook will also dass du für höhere Reichweiten bezahlst. Ooooooh, das ist aber wirklich ein Verbrechen. Wie können die nur! Ist der Mark nicht schon reich genug?

Wer das nicht vorausgesehen hat und sich jetzt wundert, hätte sich niemals auf Facebook einlassen dürfen. Spätestens seit dem Börsengang muss Facebook gute Zahlen liefern.

Ich bin dankbar dass ich durch Facebook Ads so krasse Möglichkeiten habe zu performen. Ich kann meine Zielgruppe bis aufs kleinste Detail selektieren und ansprechen.

Mittlerweile generiere ich bei meinem Modelabel YAHROK ca. 90% des kompletten Umsatzes über Facebook Ads.

Das hat natürlich nicht von heute auf morgen geklappt und ich habe viel ausprobiert.

Genau hier liegt ein weiterer großer Vorteil der bezahlten Werbung über Facebook. Du brauchst kein riesiges Marketing Budget um verschiedene Werbeanzeigen zu testen. Es besteht auch keine Gefahr dass du viel Geld verbrennst wenn du deine Anzeigen in den ersten Tagen genau beobachtest und überwachst. Du bekommst direkt ein Feedback ob deine Kampagnen gut laufen oder nicht.

Um das zu verstehen muss man die Zielsetzung und das Geschäftsmodell von Facebook betrachten. Facebook verdient durch Werbeanzeigen Geld und hat ein natürliches Interesse dass die Einnahmen immer weiter steigen.

Werden die User durch zu viele oder schlechte Werbeanzeigen vergrault, geht der Schuss jedoch komplett nach hinten los. Deshalb achtet Facebook auf gute und hochwertige Anzeigen.

So kann es passieren dass eine deiner Anzeige nach einer Testphase gar nicht mehr ausgespielt wird.

Der Algorithmus hat durch direktes (“Ich möchte das nicht sehen”) oder indirektes (Keine Interaktion) Feedback erkannt, dass deine Werbung für den User keine Relevanz hat.

Da kannst du noch soviel Budget in deine Kampagne reinbuttern, es wird dir nicht weiterhelfen. Wenn es hart auf hart kommt wird sich Facebook immer pro User und contra Geld entscheiden.

Durch dieses System besteht bereits ein interner “Vollidioten” Schutz bevor du haufenweise Kohle aus dem Fenster wirfst.

Umgekehrt hat das jedoch auch zur Folge dass gute Anzeigen immer weiter ausgespielt werden und günstiger werden. So eine Anzeige ist ein echter Jackpot und kann dir über Wochen oder Monate eine Automatisierung deiner Conversions erzeugen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ich lasse eine Anzeige bereits seit Oktober letztem Jahres konsequent durchlaufen und schaue maximal 1 x pro Woche in die Statistik.

Ich möchte heute gar nicht so tief in die Thematik Facebook Ads einsteigen. Da wird es in Zukunft sicherlich noch das ein oder andere Tutorial aus der Praxis geben.

Ich möchte dir nur dingend empfehlen dass du dich mit grundsätzlich damit beschäftigst, denn günstiger und besser kannst du im Moment keine Werbung schalten.

1)Fazit

Du darfst noch einmal laut schniefen, aber dann wird es Zeit die Taschentücher endlich wegzulegen.

Fange endlich an dir mehr Mühe mit deinem Content zu geben.

Fange endlich an Facebook als deinen Freund und Helfer zu sehen, dem du ab und zu ein bisschen Trinkgeld für gute Leistungen gibst.

Glaube mir, es wird sich lohnen.

Deshalb sage ich: FACEBOOK, BITTE NIMM MEIN GELD!!!

Hier geht es zu den anderen Teilen der Serie:

Teil 1: Warum du deine Facebook Fanpage wie ein Date behandeln solltest

Teil 3: 5 Gründe warum du deine Facebook Fanpage ruinieren wirst

 

Warum du deine Facebook Page wie ein Date behandeln solltest

Im ersten Teil der 3-teilen Serie „Die größten Fehler die du bei Facebook machen kannst“ erfährst du, warum du deine Facebook Fanpage wie ein Date behandeln solltest.

Stell dir vor du hast ein Date und lädst deinen Schwarm zu dir nach Hause ein. Stellst du zur Begrüßung den Hausmüll in den Eingang?

Wenn dein Abend erfolgreich sein soll dann rate ich dir davon ab.

Wenn ich mir manche Facebook Seiten anschaue, ist das Date von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Deine Facebook Fanpage ist deine Visitenkarte. Es ist dein erster Eindruck und Besucher entscheiden sich innerhalb von wenigen Sekunden zu bleiben oder zu gehen.

Ich zeige dir worauf du achten solltest damit sich deine Gäste wohl fühlen und gerne bleiben.

Die richtige Beschreibung deiner Facebook Fanpage

Es ist schon wirklich verwunderlich wie Seiteninhaber ihre persönliche Profile “pimpen” und möglichst attraktiv gestalten und wie schlampig sie mir ihren Facebook Pages umgehen.

Ganz wichtig ist die „Kurze Beschreibung“, denn diese ist jederzeit auf deiner Facebook Seite sichtbar. Hier sollte dein USP stehen. Dein USP ist das was dich oder dein Produkt besonders und einzigartig macht.

Oder anders ausgedrückt: Beschreibe deine Seite in einem Satz. Wenn du das nicht kannst, hast du ein ganz anderes Problem.

Warum nur ein Satz?

Du hast für dieses Feld exakt 155 Zeichen frei. Es macht Sinn ein paar Zeichen für Links freizuhalten. Hier könnte zum Beispiel deine Homepage oder dein Instagram Account verlinkt werden.

Klar kannst du deinen Homepage Link auch unter dem Punkt „Webseite“ eintragen. Das ist richtig und solltest du auch machen. Jedoch gibt es hier wieder ein wichtiger Unterschied zwischen der Mobilen und der Desktop Ansicht deiner Facebook Page.

info_reiter_facebook_ansichten

Während am Desktop die „Webseite“ angezeigt wird, sieht man in der mobilen Ansicht lediglich den „Info“ Reiter. Dieser wird auch ganz prominent direkt oben platziert.

Bitte beachte dass viele Facebook User nur noch mit dem Smartphone oder Tablet auf Facebook unterwegs sind.

Dein Titelbild

Hat es die richtigen Maße? Wie sieht es mobil aus, wie auf dem Desktop?

Ich habe vor kurzem bei einem bekannten Musiker ein Beispiel aus der Rubrik „So sollten man es nicht machen…“ gesehen.

Der Sänger bewirbt mit seinem Titelbild seine kommende Tour. Das Bild war eigentlich gut gemacht. Ein emotionales und packendes Design hat die Aufmerksamkeit der Fans geweckt.

Doof nur, dass die Tourdates auf mobilen Geräten fast komplett abgeschnitten waren, da diese zu weit rechts platziert wurden. Das ist natürlich für den Fan wirklich ärgerlich der sich tatsächlich für die Tour interessiert. Außerdem wirkt es einfach nicht professionell.

Dein Profilbild

Noch wichtiger als dein Titelbild ist dein Profilbild.

Wenn deine Facebook Seite eine Brand repräsentiert macht es durchaus Sinn das Logo des Unternehmens zu verwenden. Ein Brand Logo hat einfach einen Wiedererkennungswert.

Bitte achte aber auch hier unbedingt auf die richtigen Maße.

Auch bei Themenseiten oder Seiten die kein eigenes Logo haben, empfehle ich dir, dass du dich für ein dauerhaftes Bild entscheidest. Der User erkennt einen Post von dir aus der Kombination deines Profilbildes und des Namens.

Anders ausgedrückt: Ist dein User gute Inhalte von dir gewohnt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch dass er beim scrollen durch seine Timeline bei deinem Post halt macht, wenn er dein Logo sieht.

Zur Erinnerung: Wenn du nur so halb so viel Mühe in das richtige Profilbild steckst wie in deinem privaten Profil, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Dein Seitenname

Und täglich grüßt das Murmeltier (5 Euro ins Phrasenschwein, WTF): Schaut man sich in diversen Facebook Admin Foren oder Gruppen um, wird immer wieder die selbe Frage gestellt: Wie kann ich meinen Seitentitel ändern?

Die Antwort ist recht simpel: Ab 200 Fans gar nicht mehr. Der Seitenname sollte also klug und nachhaltig gewählt werden.

(Damn, hier fällt mir der Bezug zum Date schwerer. Okay, wenn du einen richtig üblen Namen hast könntest du deinen Eltern einen Vorwurf machen dass du deshalb keine Dates bekommst. Obwohl der eigene Namen wahrscheinlich noch einfacher zu ändern ist als ein Seitenname bei Facebook).

Deine Facebook Fanpage URL

Deine Facebook-Internetadresse sollte nach den gleichen Kriterien wie der Seitentitel gewählt werden.

Hier hast du aber wenigstens 2 Versuche frei. Du kannst eine gewählte Internetadresse noch ein weiteres Mal ändern, dann ist jedoch auch hier Schluss.

Die Seiten URL sollte recht kurz gewählt werden und zum Seitennamen passen. So machst du es anderen leichter dich zu verlinken.

Die Adresse ist aber auch vor allem eine optische Sache. Eine schöne Adresse gibt halt einfach mehr her.

Dein Date besucht dich ja auch lieber auf der Schloßallee als auf der Badstraße.

Dein Impressum

Bitte denk daran ein Impressum zu hinterlegen. Das ist mittlerweile ganz einfach möglich da Facebook auch hierfür ein eigenes Eingabefeld hinterlegt hat.

Der Link zu deinem Impressum wird direkt unter deinem „Info“ Reiter angezeigt (auch in der mobilem Ansicht!!!).

Die wenigstens werden auf dein Impressum klicken, es erhöht jedoch erheblich das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit deiner Person/deines Unternehmens.

Mit welcher Online Bekanntschaft würde sich deine Auserwählte wohl eher treffen? Mit jemandem der noch nicht mal seinen richtigen Namen preisgegeben hat oder mit jemandem der von Anfang an offen und transparent ist?

Die letzten 10 Postings deiner Fanpage

Achte auf die letzten 10 Beiträge deiner Seite.

Dein Besucher wird anfangen zu scrollen und dann anhand deiner Inhalte entscheiden ob er bleibt oder geht.

Es wird immer wieder vorkommen das ein Beitrag gegenüber anderen viel schlechter ankommt und somit das optische Gesamtbild zerstört. Es kann aber auch zum Beispiel sein dass das Vorschaubild eines Links ziemlich hässlich aussieht.

Ich sage nicht, „fake“ deine Seite und lösche alle Beiträge die nicht so gut performt haben.

Bei manchen Inhalten macht es aber durchaus Sinn diese zu löschen oder zu verbergen (klick auf den Haken oben rechts in einem Beitrag, dann entweder „In der Chronik verbergen“ oder „Von der Seite entfernen“).

Um bei unserem Date zu bleiben: Würdest du die Fotos deiner Ex auf dem Schlafzimmerschrank stehen lassen oder aus taktischen Gründen besser wegstellen?

Fazit

Wenn du alle diese Tipps beachtest, versichere ich dir dass dein Date nicht schon flüchtet, bevor es richtig los geht.

Versau nicht deinen ersten Eindruck, denn für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance (schon wieder 5 Euro ins Phrasenschwein, der Spruch war aber auch ekelhaft voraussehbar).

Hier geht es zu den anderen Teilen der Serie:

Teil 2: Warum es keinen Sinn macht Facebook zu hassen

Teil 3: 5 Gründe warum du deine Facebook Fanpage ruinieren wirst