2. September 2015 Daniel

5 Gründe warum du deine Facebook Fanpage ruinieren wirst

Im dritten und letzten Teil der Serie “Die größten Fehler die du bei Facebook machen kannst” erfährst du, warum es keinen Sinn macht Facebook zu hassen.

Wolltest du schon immer mal in kürzester Zeit deine Facebook Fangpage zerstören?

Das geht ganz einfach. Du musst einfach das Gegenteil von dem machen, was ich in diesem Artikel empfehle.

1. Du postest überall das Gleiche und setzt auf Crosspostings

Jedes sozialen Netzwerk hat seine eigene Zielgruppe und seinen eigenen Style.

Wenn du also glaubst dass ein Inhalt, der bei Facebook gut angekommen ist, auch bei Twitter oder Instagram funktionieren wird, muss ich dich enttäuschen.

Hach, das wäre doch auch zu schön.

Es wird einem ja auch so einfach gemacht, denn du kannst ja fast jedes Netzwerk untereinander verbinden. Bei Social Media Management Tools wie Hootsuite ist die Verlockung sogar noch größer.

Der einfachste ist aber nicht immer der beste Weg. Langfristig kannst du dir so auch deinen kompletten Account auf einem Netzwerk zerstören.

Es hilft nichts: Du musst für jedes Netzwerk eine eigene Strategie entwickeln.

Dafür musst du natürlich das Netzwerk erstmal verstehen und wissen wie die Leute ticken.

Das gute bei Facebook: Hier können grundsätzlich alle Formate funktionieren (Text, Video, Bild, Link). Trotzdem empfehle ich dir, niemals Beiträge aus anderen Netzwerken ungefiltert einzuspielen.

Nehmen wir an du willst ein Tweet über Twitter absetzen und gleichzeitig deine Facebook Community füttern. Genutzte Hashtags und @Mentions werden auf Facebook wohl kaum Sinn machen.

Unterschätze außerdem niemals deine Fans. Sie erkennen sehr schnell ob dein Content einen Mehrwert hat. Missachtest du diese Regel zu oft, landest du schnell in der SPAM Ecke.

Versteh mich jetzt nicht falsch, ich finde eine gute Multi-Channel Strategie macht total Sinn. Du wirst merken, dass es viele Überschneidungen deiner Fans geben wird wenn du in den richtigen Netzwerken aktiv bist.

Was für dein Business die richtigen Netzwerke sind? Ganz einfach, die in denen deine Zielgruppe aktiv ist. That’s it.

Bei meinem Modelabel folgen mir viele Menschen bei Instagram, die auch Fans meiner Facebook Page sind. Das kann man sehr effektiv nutzen.

Wir kennen es aus dem klassischen Retargeting. Jemand der Interesse an einem Produkt gezeigt hat aber noch keine Kaufentscheidung treffen konnte, wird durch Werbebanner kurz danach genau an das Produkt erinnert.

Das kann man sogar noch auf die Spitze treiben in dem genau diesem Kunden dann ein Rabatt gewährt wird, wenn er sich doch noch für einen Kauf entscheidet.

Diese Strategie funktioniert meistens sehr gut. Bei Facebook Ads hat man hier übrigens nahezu grenzenlose Möglichkeiten.

Was bedeutet das für unsere Multi-Channel Strategie? Nehmen wir an ich möchte ein neues T-Shirt für mein Label YAHROK vermarkten.

Ich poste es auf Facebook und mein potentieller Käufer sieht das Shirt zum ersten Mal. Er findet es ganz fresh und schaut im Shop vorbei, kauft aber nicht direkt.

Die Wahrscheinlichkeit dass er von alleine noch einmal in den Shop kommt und dann doch noch kauft ist eher gering.

Hat der potentielle Kunde erst einmal deine Seite verlassen, prasseln direkt 1.000.000 neue Reize auf ihn ein. Aus dem Auge, aus dem Sinn.

Er braucht also noch einen zusätzlichen Schub. Sieht er wenig später in einem andern Kontext das Shirt auf Instagram erneut, ist es schon wahrscheinlicher dass er endlich sein geliebtes Geld rausrückt. Diese Methode funktioniert übrigens auch besonders gut mit E-Mail Marketing.

2. Du hast keinen Content Marketing Plan

Genauso wichtig wie der richtige Content ist die Regelmäßigkeit deiner Postings. Das gilt übrigens für alle sozialen Netzwerke. Du musst deine Community am leben halten.

Mache nicht den gleichen Fehler wie ich, denn ich habe eine lange Zeit nur nach Lust und Laune gepostet.

Großer Fehler. Es war jedoch gar nicht mal primär die fehlende Nachhaltigkeit die mich zum Umdenken bewegt hat.

Nachdem ich immer mehr Accounts auf Facebook und vor allem Instagram aufgebaut hatte, war ich total gestresst überhaupt etwas zu posten. Mein Arbeitsrhythmus wurde massiv gestört und die Kreativität ging gegen Null.

Ich bewundere die Leute die immer nur spontan posten. Ab einer gewissen Größe oder Zielsetzung ist das meiner Meinung nach aber nicht mehr möglich.

Ich plane meinen Content immer für einen kompletten Monat. So kann ich bestimmte Product Releases oder Kampagnen viel besser in einen Kontext bringen und mehr Wert auf Storytelling legen.

Obwohl ich nun jeden Tag etwas veröffentliche, investiere ich weniger Zeit. Durch die Bündelung der Content Planung kann ich meine Inhalte besser und effizienter erstellen.

Natürlich baue ich immer wieder spontane Beiträge ein und plane dafür andere Beiträge kurzfristig um. Der große Unterschied zu vorher: Ich stehe nicht unter Druck etwas posten zu müssen. Das hat sich positiv auf die Qualität ausgewirkt.

Da du bei Facebook die Beiträge ja auch technisch ganz einfach vorplanen kannst, brauchst du dir für den kompletten Monat keine Gedanken mehr über deine Inhalte zu machen.

Das heißt natürlich nicht dass du dich in dieser Zeit gar nicht mehr um deine Facebook Seite kümmern musst.

Was für eine astreine Überleitung zum nächsten Punkt.

3. Du kennst die Statistik deiner Facebook Fanpage nicht

Im Vergleich zu anderen Plattformen sind die Statistiken bei Facebook purer Luxus. Wer diese Möglichkeiten nicht für sich nutzt, ist selber Schuld.

Ich mein wie geil ist das denn:

  • Du kannst dir einen Überblick über die Perfomance deiner letzten Beiträge machen
  • Du kannst genau analysieren wer deine Fans sind (Alter, Geschlecht, Herkunft)
  • Du kannst andere Seiten beobachten und so ganz einfach Benchmarketing betreiben

Der wichtigste Punkt ist jedoch den Erfolg deiner Beiträge genau zu analysieen und daraus zu lernen.

Mit diesen Erkenntnissen wird es dir einfacher fallen, die Fehler aus dem nächsten Punkt nicht zu begehen.

4. Du postest die falschen Inhalte

Klingt erstmal logisch oder?

Wenn du auf das falsche Pferd setzt, wirst du verlieren. Doch wie findest du das beste Pferd im Stall?

Auch hier muss ich dich enttäuschen, den hier gibt es keine Formel. Es gibt jedoch eine einfache Antwort:

Gib deinen Fans das, was sie mögen. Du musst das Rad nicht neu erfinden.

Was ich damit meine?

Stell dir vor du hast ein Burger Restaurant. BTW, gar keine schlechte Vorstellung oder? :-)

Du hast eine neue Facebook Fanseite und testest verschiedene Beitragsarten. Nach einem gewissen Zeitraum schaust du dir die Statistik an und stellst fest, dass Bilder von Burgern mit Abstand am besten laufen.

Das freut dich natürlich. Du findest aber auch dass es auf Dauer langeweilig werden könnte.

Um mehr Abwechslung rein zu bringen postest du die verrücktesten Dinge. Dann stellst du fest dass deine Reichweite zurück gegangen ist. Du fängst also wieder an Bilder von Burgern zu posten und auf einmal läuft es wieder.

Surprise, surprise.

Der Fan entscheidet was er will und nicht du. Natürlich ist es wichtig eine gewisse Abwechslung zu haben und ich habe das in dem Beispiel bewusst auf die Spitze getrieben. Du musst natürlich auch mal mutig und innovativ sein.

Hier aber noch einmal eine kurze Erinnerung an Punkt 3: Die Statistik lügt nicht. Ziehe die richtigen Rückschlüsse. Dann kannst du nichts falsch machen.

Genauso wichtig ist es die Entwicklungen und Trends von Facebook zu beobachten. Nur so kannst du auf interne Änderungen reagieren und diese für dich nutzen.

Im Moment pusht Facebook zum Beispiel Video Beiträge extrem. Auf meinen Seiten steigere ich mit einem Video meine Reichweite um bis zu 500% im Vergleich zu anderen Beitragsarten. Also setzte ich vermehrt auf Videobeiträge.

Bitte lass dich aber auch nicht verrückt machen, denn keiner kennt deine Zielgruppe besser als du selbst. Wenn jetzt irgendein Experte sagt, dass Bilder nicht mehr gut performen und Links der neue Hit sind, musst du das für dich selber überprüfen.

5. Du igonorierst Anfragen und Nachrichten

Hand auf’s Herz: Wieviele unbeantwortet Nachrichten hast du in deinem Postfach oder in Kommentaren?

Du kannst nicht erwarten dass deine Fans mit deinen Inhalten interagieren wenn du selber auf Anfragen nicht reagierst.

Die Menschen fühlen sich nicht ernst genommen. Was denkst du wie lange sie dir dann noch treu bleiben?

Mach es dir nicht unnötig schwer. Du musst ja nicht jede 10 Minuten schauen ob eine Anfrage eingegangen ist. Reagiere einfach zeitnah und zeige deinen Fans somit deine Wertschätzung.

Fazit

Deine Facebook Fanpage ist kein Selbstläufer.

Willst du erfolgreiche sein, musst du Mühe und Zeit investieren. Es wird sich für dich lohnen und auszahlen.

Dieser Beitrag ist der letzte Teil der Serie “Die schlimmsten Fehler die du bei Facebook machen kannst”.

Hier geht es zu den anderen Teilen:

Teil 1: Warum du deine Facebook Fanpage wie ein Date behandeln solltest

Teil 2: Warum es keinen Sinn macht Facebook zu hassen